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07.01.2016
„Mein Kampf“-Ausgabe unter Bedingungen als Quelle im Unterricht behandeln
Tabuisierung der Hetzschrift wirkt kontraproduktiv
Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Thomas vom Bruch, spricht sich dafür aus, die morgen erscheinende, kommentierte Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“ “kritisch, angeleitet und auszugsweise“  auch im Schulunterricht zu behandeln.  Zum Jahresende 2015 war der Urheberrechtsschutz für die Schrift geendet und hat die Rechtslage geändert.
Dr. Thomas vom Bruch
Während die unkommentierte Verbreitung von „Mein Kampf“ auch nach dem Auslaufen der Urheberschutzfrist in Deutschland aus Sicht der CDU-Fraktion richtigerweise verboten bleiben soll, erscheint morgen eine frei verkäufliche, jedoch mit tausenden wissenschaftlichen Hinweisen und einer Einleitung kommentierte, Fassung des Buches.

„Die  Schüler werden Fragen haben, die sie sich im schlechtesten Fall  woanders beantworten lassen, wenn dies nicht in aufbereiteter und angeleiteter Form im Unterricht geschieht. Es muss Aufgabe und Anspruch von aufklärendem Unterricht sein, die Aussagen des Buches – in das historische Umfeld eingebettet – historisch-kritisch zu bewerten. Tabuisierung oder Mystifizierung dieses Machwerks können auch kontraproduktiv wirken, weil es für Kinder und Jugendliche dadurch nur noch interessanter wird “, sagt Thomas vom Bruch. Mit der kommentierten Ausgabe stehe eine wissenschaftliche Einordnung zur Verfügung, mit der die Aussagen Hitlers nicht unwidersprochen blieben. Die Kultusministerkonferenz solle deshalb eine Anpassung des Lehrplans prüfen, wonach das Buch bzw. Auszüge daraus Bestandteil insbesondere des Geschichts-, Politik- und Sozialkundeunterrichts werden könnte.

Für die Behandlung im Unterricht müsse es entsprechend in den Lehr- und Lernmitteln verankert werden, um Missbrauch zu vermeiden. „An der Bewertung von Hitlers Kampfschrift gegen Demokratie und Toleranz ist als ein rassistisches  Machwerk ideologischer Verbohrtheit und Menschenverachtung hat sich nichts und darf sich nichts ändern.“ Darüber hinaus sei auch über das wie und wann zu diskutieren. „Die Hetzschrift ist kein Stoff für Kinder. Ich halte den Einsatz frühestens ab der 9. Klasse für sinnvoll“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende. Er betont, dass die Auseinandersetzung mit „Mein Kampf“  als Quelle nur ein Baustein im Rahmen der Behandlung des Nationalsozialismus sein könne. „Die Hintergründe zu kennen, ist auch die Voraussetzung für ein eigenständiges Urteil und kritische Distanz gegenüber extremistischer Einflussnahme im Alltag“, sagt vom Bruch abschließend.




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