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03.02.2016
Dr. Thomas vom Bruch: „Inklusion braucht angemessene Rahmenbedingungen“
Hilferuf von Schulleitern aus Bremer Westen
Vor dem Hintergrund eines Brandbriefes von elf Schulleitern von Grundschulen aus dem Bremer Westen, die eklatante Missstände bei den Möglichkeiten zur Umsetzung der Inklusion beklagen, fordert Dr. Thomas vom Bruch,  bildungspolitischer Sprecher, von Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) zügige und wirksame Maßnahmen.
Dr. Thomas vom Bruch
 „Das Gelingen der Inklusion steht auf dem Spiel, wenn nach der Verankerung im Schulgesetz vor Jahren dem Inklusionsanspruch nicht endlich auch angemessene Rahmenbedingungen folgen. Frau Bogedan muss diesen Hilferuf ernst nehmen und Taten folgen lassen“, macht vom Bruch deutlich. Weil Inklusion eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen mit sich brächte, dürfe die Personalplanung in den Schulen sowie den Unterstützungszentren nicht mehr länger ‚auf Sicht‘ gesteuert, sondern müsse durch eine langfristig planbare und bedarfsgerechte Ausstattung ersetzt werden. Die derzeitige Diskussion zeige nicht nur Defizite bei der Umsetzung der Inklusion, sondern gefährde auch die Akzeptanz dieses gemeinsam getragenen Reformvorhabens langfristig.

Der bildungspolitische Sprecher warnt davor, die Inklusion gegen andere Bildungsziele auszuspielen. „Weder die Unterrichtsqualität noch die Bildungschancen von Kindern mit und ohne besonderen Förderbedarf dürfen beeinträchtigt werden. Das Schreiben der Schulleiter legt allerdings nahe, dass der Schulalltag häufig genauso aussieht“, so der CDU-Abgeordnete. Durch aktuelle, zusätzliche Herausforderungen, wie die Beschulung von tausenden Flüchtlingskindern, drohe dem Gesamtsystem Schule eine Überforderung. „Nicht erst seit gestern sollte im Bildungsressort bekannt sein, dass gerade an den Schulen im Bremer Westen eine Vielzahl von soziokulturellen Problemen auf der Tagesordnung stehen, die die Lehrerinnen und Lehrer im Schulalltag schon jetzt enorm fordern und binden. Wer Schulen immer neue Aufgaben und Verantwortungen zuschreibt, muss auch für die geeignete qualitative und quantitative Ausstattung sorgen. Und dazu gehört ein vorausschauendes Personalmanagement.“

Neben der verbesserten personellen Ausstattung fordert Dr. Thomas vom Bruch, die Weiterbildung voranzutreiben, um Lehrkräfte bei den zusätzlichen Aufgaben durch eine zunehmend heterogene Schülerschaft zu unterstützen. „Darüber hinaus muss es dem Bildungsressort endlich gelingen, die Strukturen für einen engen Austausch zwischen Kita  und Schule bereitzustellen. Das funktioniert im Moment nur punktuell und nach dem Prinzip Zufall, obwohl beide Bereiche der Bildungssenatorin unterstellt sind“, so vom Bruch. Über 50 Prozent der Kindergartenkinder mit festgestelltem Förderbedarf hätten auch nach der Einschulung weiter Probleme. „Bessere Zusammenarbeit und beispielsweise ein bedarfsweise auch verpflichtendes Vorschuljahr für diese Kinder wäre im Sinne der Chancengerechtigkeit“, sagt vom Bruch abschließend.




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