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28.07.2014
Rot-Grüner Vorschlag wird Würde der Verstorbenen nicht gerecht
Deputationsvorlage zur Novellierung des Bestattungsrechts
Kritisch reagiert Thomas Röwekamp, Fraktionsvorsitzender und kirchenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, auf Teile der Beschlussvorlage für die Sondersitzung der Deputation für Umwelt am morgigen Dienstag (29.07.14) zur Novellierung des Bestattungswesens. Die CDU-Fraktion begrüße es zwar, dass das ursprüngliche Ansinnen von Rot-Grün, Angehörigen zu erlauben, die Urne für zwei Jahre mit der Asche ihrer Verstorbenen mit nach Hause nehmen, vom Tisch sei.
Ein Rechtsgutachten hatte dies für nicht verfassungskonform erklärt. Auch weitere Maßnahmen, wie die geplante Einrichtung individueller Memoriam-Gräber oder virtueller Friedhöfe sowie die Beibehaltung der Ausnahmen von der Sargpflicht bei muslimischen Bestattungen, seien richtig.

Inakzeptabel und unangemessen sei dagegen der rot-grüne Beschlussvorschlag, dass die Asche von Verstorbenen zukünftig auf Friedhöfen und auch auf privatem Grund verstreut werden darf. „Wir haben ernste Zweifel, dass die Würde der Toten in angemessener Art und Weise gewahrt wird. Wer soll kontrollieren, ob die Asche auch wirklich verstreut wurde? Und wer legt fest, ob zu viel Wind weht oder die Wetterlage zu trocken ist? Keinem Nachbarn ist es schließlich zuzumuten, dass die Asche zum ihm herüberweht. Das sind Fragen, die im Vorfeld geklärt werden müssen und nicht erst im konkreten Trauerfall. Eine unsichere Gesetzeslage oder Streit mit den Nachbarn – das belastet Trauernde nur zusätzlich und muss ihnen erspart bleiben“, erläutert Röwekamp. Durch die Bestattung auf privatem Grund würden zudem andere Trauernde ausgeschlossen. „Fehlt ein zentraler Ort der Trauer, kann das für den Verarbeitungsprozess und die Psyche sehr belastend sein.“ Offen bliebe bei diesem Punkt der Beschlussvorlage zudem, welchen Verwaltungsaufwand die geforderten Änderungen nach sich zögen. „Alles in allem zeigt sich, dass der Vorstoß von Rot-Grün undurchdacht ist“, so Röwekamp.

Die CDU-Fraktion wird den Vorschlag in der Deputation ablehnen.


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