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10.11.2011
CDU verlangt Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls
Das Bremer Sozialressort muss unverzüglich Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls ergreifen. Das fordert erneut und mit Nachdruck die stellvertretende Vorsitzende der Bremer CDU-Fraktion, Dr. Rita Mohr-Lüllmann. Die CDU-Fraktion hat für die heutige Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag eingebracht, der am Nachmittag debattiert wird.
Er sieht vor, dass von allen Kindern, die im Drogenmilieu leben oder die in Obhut genommen wurden, sozialpädiatrische Gutachten erstellt und eine reibungslose Kontroll- und Informationskette sichergestellt wird.

Dass Handlungsbedarf besteht, macht ein weiterer Verdacht von Kindesmisshandlung deutlich. Wie heute bekannt wurde, ermittelt die Polizei gegen drogenabhängige Eltern, deren einjähriger Sohn bereits im Februar mit einem Schädelbruch in eine Bremer Klinik eingeliefert wurde. Das Sozialressort hat den Vorfall erst jetzt auf Nachfrage von Rita Mohr-Lüllmann bestätigt. „Seit mehr als einem Jahr wissen wir um die akuten Gefahren für Leib, Leben und Seele, denen Kinder im Drogenumfeld ausgesetzt sind. Dies ist ein unerträglicher Zustand. Eine dauerhafte und spürbare Verbesserung ihrer Lebenssituation ist trotz aller Versprechungen von Rot-Grün nicht eingetreten“, konstatiert die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende.

Scharf kritisiert sie das staatliche Kontrollsystem, das ihrer Einschätzung nach versagt. Mindestens 88 Kinder leben in einem massiv belasteten Drogenumfeld. Bei 69 von ihnen waren Haaranalysen auffällig. Die letzten Befunde sind nur wenige Wochen alt. Dabei ist es für Rita Mohr-Lüllmann unerheblich, auf welchem Weg die Drogen in die Körper der Kinder gelangt sind. „Fest steht: Kinder haben Kontakt mit Heroin und Kokain, sie leben in einem derart belasteten Umfeld und sind ihren Eltern dabei völlig ausgeliefert. Das ist der alles entscheidende Punkt!“

Die CDU-Abgeordnete verlangt Verbesserungen in der Substitution. Zu viele Patienten nehmen keine therapeutische Hilfe an und seien deshalb rückfallgefährdet. Beikonsum ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. „Die Ärzte sind mit wirksamen Kontrollen überfordert. Der Informationsaustausch zwischen Behörden, Ärzten, Betreuungseinrichtungen der Kinder und der Polizei ist eine Dauerbaustelle“, kritisiert sie. Dies betrifft auch die Weitergabe von Daten nach einem Wohnungsumzug von Drogenpatienten. Sie erwartet vierteljährliche Berichte in der Fachdeputation über die Umsetzung der geforderten Sofortmaßnahmen.


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