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06.10.2015
Qualität der frühkindlichen Bildung entscheidend für Armutsbekämpfung
CDU-Fraktion fordert neuen Armutsausschuss
Eine Studie des Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW) kommt zu dem Schluss, dass es der rot-grünen Bremer Landesregierung nicht gelingt, im Bereich frühkindlicher Bildung verzahnte und abgestimmte Strukturen zu schaffen, um soziale Ungleichheiten auszugleichen. Diese festgestellten Versäumnisse sind aus Sicht der CDU-Fraktion ein Beleg für die Notwendigkeit eines neuen Armutsausschusses. In einem gestern beschlossenen Antrag fordern die Christdemokraten deshalb, auch in dieser Legislatur einen Armutsausschuss einzusetzen.
Sandra Ahrens
„Die Armutsbekämpfung ist ein zu wichtiges Thema, um es dem Senat zu überlassen. Dessen Maßnahmen waren bisher halbherzig, zögerlich und – soweit überhaupt wahrnehmbar – weitgehend wirkungslos“, sagt Dr. Thomas vom Bruch, bildungspolitischer Sprecher und Vorsitzender des Armutsausschusses in der vergangenen Legislatur. Der neue Ausschuss soll unter anderem sicherstellen, dass die bereits erarbeiteten 88 konkreten und konsensualen Maßnahmen priorisiert und umgesetzt werden. „Andernfalls steht zu befürchten, dass das Thema bei Rot-Grün inhaltsleer bleibt. Im Koalitionsvertrag war ihnen die Armutsbekämpfung noch nicht mal ein eigenes Kapitel wert.“ Insbesondere die frühkindliche Bildung sei der Schlüssel gegen Armut und für mehr Chancengerechtigkeit. „Was in frühen Jahren versäumt wird, kann häufig später nicht mehr nachgeholt werden und produziert soziale Ungerechtigkeit“, so vom Bruch. Die Befunde der Studie zeigten zudem, wie wichtig es sei, alle Kinder und Jugendliche betreffende Themen ganzheitlich in einer Verantwortung zusammenzuführen, fügt der Abgeordnete mit Blick auf den neuen Ressortzuschnitt hinzu.

Auch Sandra Ahrens, familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, fordert angesichts des schlechten Zeugnisses für die frühkindliche Bildung von Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD), bei der frühkindlichen Bildung den strukturellen und qualitativen Aufbruch. „Gerade vor dem Hintergrund der vielen Flüchtlinge muss das Betreuungssystem so flexibel organisiert sein, dass Familien mit Migrationshintergrund ihre Kinder unkompliziert und ohne langjährige Voranmeldung in den Kitas unterbringen können." Das jetzige starre System baue die Barrieren für eine frühkindliche, außerfamiliäre Betreuung auf. Mehr Flexibilität müsse es auch bei den Betreuungszeiten geben. „Wenn eine Mutter während eines Kindergartenjahres eine Arbeit findet, muss es möglich sein, unterjährig die Stunden entsprechend aufzustocken.“ Um die Integration von Flüchtlingskindern zu fördern, seien die Vorteile einer außerfamiliären Betreuung mehr zu bewerben. „Natürlich müssen auch die entsprechenden Plätze vorgehalten werden. Die reichen aller Voraussicht nicht“, betont Ahrens.

Um Armut frühzeitig vorzubeugen, sei die Qualität der frühkindlichen Bildung entscheidend, sind sich Thomas vom Bruch und Sandra Ahrens einig. Laut Ahrens gebe es beispielsweise zu wenig Fachpersonal, um die Sprachförderung im laufenden Kita-Alltag zu integrieren. Zur wichtigen Kleingruppenarbeit für die individuelle Förderung seien nicht genug Räumlichkeiten vorhanden. „So etwas lähmt die qualitative Verbesserung der frühkindlichen Bildung und die Schaffung gleicher Startvoraussetzungen“, sagt Ahrens.

Den Antrag der CDU-Fraktion finden Sie anliegend.



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