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20.10.2017
Vom Bruch: „Bremens Bildungspolitik ist abgestürzt“
Studie offenbart Notwendigkeit für Politikwechsel
In der heute vorgestellten IQB-Bildungsstudie ist Bremen nochmals deutlich abgestürzt: Die CDU-Fraktion fordert deshalb verpflichtende frühkindliche Bildung sowie die Einführung von Schulvergleichen in Bremen, um schulscharfe Daten zu den spezifischen Herausforderungen an den einzelnen Institutionen zu erhalten. Zum zweiten Mal hat die Studie nach 2011  die Fähigkeiten von Viertklässlern der Primarstufe in den Fächern Deutsch und Mathe geprüft. Bremen belegt nicht nur weiterhin im Ländervergleich den letzten Platz, sondern ist nochmal deutlich abgesackt und liegt inzwischen weit abgekoppelt vom Bundestrend.
Dr. Thomas vom Bruch
Bei der Lesekompetenz erfüllt jeder vierte Schüler nicht die unteren Mindestanforderungen, im Fach Mathe erreicht sogar mehr als jeder Dritte diese Anforderungen nicht. Bildungspolitik, so zeigt auch diese Studie, ist eines der wichtigsten Argumente für einen Politikwechsel in Bremen, spätestens 2019.

„Die Ergebnisse sind auch deswegen dramatisch, weil es sich um Daten zum so wichtigen Beginn der Schullaufbahn in der Grundschule handelt. Die traurige Bilanz ist: Wer in Bremen zur Schule geht, dem drohen später systematische Wettbewerbsnachteile. Unseren Kindern werden ab dem Tag ihrer Einschulung Zukunftschancen verbaut. Schon in der vierten Klasse liegen die Schülerinnen und Schüler in Bremen im Vergleich zu den Altersgenossen in anderen Bundesländern abgeschlagen zurück und hinken in Deutsch und Mathe ca. ein Schuljahr hinterher“, so vom Bruch. Dieser Abstand zu anderen Bundesländern setze sich nicht nur fort, sondern vergrößere sich während der Schullaufbahn noch. Das habe die vorangegangene IQB-Studie gezeigt, die 2015 Fähigkeiten von Neuntklässlern untersucht hatte.
Gleichzeitig hat Bremen auch die wenigsten leistungsstarken Schüler. „Das sind düstere Aussichten für Bremen. Mangelhafte Bildung ist der Grundstein für Armut und zunehmend auch ein Standortnachteil“, so vom Bruch.

Für höheren Bildungserfolg in der Primarstufe muss für den bildungspolitischen Sprecher insbesondere die individuelle Sprachförderung schon vor der Einschulung verstärkt werden. „Die Ergebnisse sind Indiz dafür, dass die Sprachkompetenz die wichtigste Voraussetzung ist, damit Schülerinnen und Schüler – insbesondere mit Migrationshintergrund – nicht schon von Beginn an den Anschluss in der Schule verlieren. Wir brauchen deshalb dringend ein verpflichtendes, kostenloses drittes Kindergartenjahr. Das sollte intensiv genutzt werden, um frühzeitiger als bisher individuellen Förderbedarf aufzufangen“, so der CDU-Abgeordnete. Darüber hinaus müsse man die Ursachenforschung für die immer schlechter werdenden Bremer Ergebnisse intensivieren. Die IQB-Studie gebe hier kaum detaillierte Anhaltspunkte, auch der Senat hat hier in der Vergangenheit viel zu wenig Engagement gezeigt. Er sei es leid, dass der Senat trotzdem seit Jahren reflexhaft allein auf die schwierige sozio-ökonomische Lage verweise und versuche jede Verantwortung für die desaströsen Bildungsergebnisse von sich zu schieben. Die anderen Stadtstaaten Hamburg und Berlin hätten sich, trotz ähnlicher Sozialstruktur,  im Gegensatz zu Bremen im Bereich Lesen sogar verbessert. „Statt ratlos einfach nur mehr Geld zu versprechen, halte ich Vergleichsdaten von allen Bremer Schulen für sinnvoll, damit wir konkrete Anhaltspunkte zu Herausforderungen und Problemlagen bekommen“, sagt vom Bruch. Ein solcher schulscharfer Vergleich sei nicht dafür da, einzelne Schulen vorzuführen, sondern zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen. Es gehe darum, passgenauer zu unterstützen.




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