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26.06.2019
Ahrens fordert Kita-Notprogramm: „Damit kein Kind verloren geht“
Wieder fehlen hunderte Kitaplätze
Die CDU-Abgeordnete Sandra Ahrens unterstützt die Forderungen der Elternvertretungen Bremens an die in Koalitionsverhandlungen befindlichen Parteien von SPD, Grünen und Linken, der frühkindlichen Bildung in Bremen endlich oberste Priorität einzuräumen und handwerkliche Fehler abzustellen. Besonders die Situation der zukünftigen Grundschüler ist dabei alarmierend.
Sandra Ahrens
Bei Vergleich der Zahlen des Status Berichts II von 2018/19 und 2019/20 erkennt man, dass die Zahl unversorgter vier- bis sechsjähriger Kinder massiv gestiegen ist: Fehlten im vergangen Jahr noch 225 Plätze, so sind es dieses Jahr 694. Aktuell fehlen insgesamt 900 Kita-Plätze und für viele Kinder liegen die zugewiesenen Plätze in einem anderen Stadtteil. „Die Eltern sind zu Recht empört und besorgt. Alles was die bisherige rot-grüne Regierung angesichts des alljährlichen Kita-Chaos, aufgrund von Personal- und Platzmangel, Planungsversagen sowie fehlender Neubauten zuverlässig geliefert hat, sind leere Versprechungen. Auch elf Jahre nach Einführung des rechtlichen Betreuungsanspruchs stehen Bremer Familien, teilweise das zweite Jahr in Folge, ohne Kita-Platz da“ kritisiert Ahrens. „Es ist ein Trauerspiel, dass hier politische Zielquoten scheinbar wichtiger sind, als die Erfüllung tatsächlicher Rechtsansprüche.“

Damit kein Kind verloren gehe, fordert sie ein Notprogramm ab 1. September dieses Jahres: „Ein Kita-Besuch bedeutet für die Bildungsbiographie unserer Kinder mehr als nur betreut zu werden, zumal Versäumnisse in den Entwicklungsjahren von Kindern schlicht nicht wieder aufzuholen sind. Einzig verlässliche und qualitative frühkindliche Bildung schafft die Voraussetzung dafür, dass Kindern insbesondere aus bildungsfernen Familien eine gerechte Chance auf schulischen Erfolg bekommen. Ich erwarte, dass wenigstens für alle unversorgten Kinder, für die das letzte Kita-Jahr ansteht, umgehend zum Beginn des Kita-Jahres ein Angebot geschaffen wird, um ihnen so einige Stunden Gruppenerfahrung zu ermöglichen“, fordert die CDU-Abgeordnete. Dieses müsse insbesondere dafür genutzt werden, um die Kinder je nach Bedarf sprachlich, kognitiv oder motorisch zu fördern. Um die Sofortversorgung kurzfristig zu realisieren, müsse man auch über unkonventionelle Lösungen nachdenken, so Ahrens.

Zur Überbrückung der rot-grünen Versäumnisse und bis zur Schaffung eines regulären Kitaplatzes ist aus ihrer Sicht etwa eine Modifizierung des Spielkreis-Modells, das es bisher vor allem für unter 3-Jährige gibt, denkbar. „Man könnte pädagogische Mitarbeiter aus Spiel- und Bürgerhäusern oder Freizis bitten, ihre Arbeitsverträge aufzustocken und mindestens 15 bis 20 Stunden pro Woche in einem festen Gruppenkontext anzubieten“, schlägt Sandra Ahrens vor. Dies sei jedoch ausdrücklich eine Notlösung, unterstreicht sie. Es entbinde eine zukünftige Regierung nicht davon, dem alljährlichen Kita-Chaos endlich tragfähige Lösungen statt leerer Versprechungen entgegen zu setzen. „Die Bildung unserer Kinder gehört zu den wichtigsten Problemen dieses Bundeslandes und darf nicht, wie in den aktuellen Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und Linken, immer weiter nach hinten geschoben werden.“




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