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09.01.2018
Hinners: „Schlecht durchdachter Aktionismus“
Quereinsteiger sollen Personallücken bei Kriminalpolizei  stopfen
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wilhelm Hinners, bezweifelt, dass die Einstellung akademischer Quereinsteiger bei der Kriminalpolizei die Personalprobleme löst: „Für Akademiker mit Berufserfahrung ist die gängige Einstiegsbesoldung von A9 und lange Zeit bis zur ersten Beförderung im Polizeidienst nicht attraktiv. In der Vergangenheit haben Quereinsteiger der Polizei deshalb schnell wieder den Rücken gekehrt.
Wilhelm Hinners
Der Vorschlag ist deshalb nicht mehr als schlecht durchdachter Aktionismus, mit dem die durch den Innensenator selbstverschuldeten Personalprobleme, Überstunden und Aktenberge bei der Kriminalpolizei nur scheinbar aufgelöst werden sollen“, so Hinners.

Die gängige, intensive Polizeiausbildung mit einem dreijährigen dualen Studium habe sich bewährt, betont der innenpolitische Sprecher, und dürfe nicht auf Grund der schlechten Personalpolitik von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) aufgeweicht werden.  „Dass die Polizei für Schlüsselstellen vereinzelt Experten mit speziellem Sachverstand anwirbt, ist nicht ungewöhnlich. Dass aber nun Quereinsteiger schwerpunktmäßig mit einer Polizeiausbildung light die Lücken im Vollzugsdienst stopfen sollen, ist eine Bankrotterklärung“, sagt Hinners. Der Quereinstieg dürfe kein Dauerzustand werden. Das sei auch ein wichtiges, internes Signal an die Polizistinnen und Polizisten. Statt Scheinlösungen zu präsentieren, führe nichts daran vorbei, mehr voll umfänglich ausgebildete Kräfte einzustellen, die sich explizit für diesen Berufsweg entschieden hätten und  deshalb langfristig zur Verfügung stünden. „Damit das gelingt, muss der Innensenator auch die schlechten Zustände an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in den Griff bekommen und dort ausreichend Ausbildungsplätze schaffen“, fordert Hinners abschließend.



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